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Rasch wurde klar dass der angesetzte Termin zu sportlich war, will man dem Thema nur etwas gerecht werden.

Zeitgleich mit dem ersten Konzept Entwurf informierten die Medien über den Swiss Overshoot Day – der Tag also, an dem so viel Natur beansprucht wurde, wie diese innert eines Jahres erneuert werden kann. Mit anderen Worten: In etwas mehr als vier Monaten hat die Schweiz alle Ressourcen verbraucht, die ihr eigentlich für 2019 zur Verfügung stünden. Das war der 7. Mai 2019.

Zweifel kamen auf  Wäre es angesichts dieser Dringlichkeit und Aktualität der Thematik nicht einfacher, die Idee gleich wieder fallen zu lassen? Sprengt das Projekt nicht den Rahmen des Kunstraumes? Was kann eine private Institution schon ausrichten? Wird man und vor allem wie wird man der Thematik in einer Ausstellung gerecht?

Climate is everyone’s business (Zit.) steht auf der Website von David Buckland, Künstler und Gründer von Capefarewell – die kulturelle Antwort auf den Klimawandel anlässlich der Klimakonferenz in Paris 2015... – https://capefarewell.com/latest/projects/artcop21.html. Die Idee zu seinem Projekt ArtCop21 – das Kunst- und Kulturfestival während der Klimakonferenz in Paris 2015 – ist unser Weckruf und Rückbesinnung zugleich.

Jetzt fragen wir konkret – Was kann der Kunstraum Egg „wirklich“ zum Thema beitragen und Was ist die Aufgabe von Kunstschaffenden?

Die Antwort auf Letzteres gibt die irische Künstlerin Siobhán Mc Donald (Zit.): Künstlerinnen und Künstler haben die Aufgabe, Menschen zu bewegen https://dgvn.de/meldung/kunst-begegnet-klimawandel/  Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V., art4climate. Und nochmals David Buckland (Zit.): Verträge und Gesetzgebungen vermögen Menschen nicht für einen neuen Lebensstil zu begeistern, Kunst jedoch schon!

Eines ist klar –

Wer sich als Einzelner bewegt, bekommt die Möglichkeit, Viele zu inspirieren und kann es schaffen, eine Menge zu bewegen.

Ob Global denken und lokal handeln oder Jede Masse benötigt eine schiere Menge bis zum Point of no return – der Greta Effekt hat gezeigt, dass die Schritte einer einzelnen Schülerin es schaffen, eine Masse in Bewegung zu setzen. Spätestens ab da sollte jedem aufgefallen sein, dass es nicht mehr darum gehen kann zu denken Was kann Ich schon ausrichten? und Warum soll gerade Ich mich zuerst einschränken und den Lebensstil ändern?

Das Thema ist global und JAClimate is everyone’s business!

Die Rolle der Galerie ist die der Vermittlerin. Mit dem Ausstellungszyklus – voraussichtlich 3 Ausstellungen – gibt sie Einblick in zeitgenössisches Schaffen zu einem aktuellen Thema.

Die Aufgabe sehen wir darin, Menschen für die drängendsten Fragen unserer Gegenwart zu sensibilisieren, damit Raum für neues Denken entstehen und Entwicklung hin zu Lösungen möglich wird.